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Jubel der HSG-Damen kennt keine Grenzen

erstellt von Monika Duhme | |   Handball

„Hello again“ schallte es durch die Bördehalle in Soest. Die Damen der HSG Rietberg-Mastholte feierten ihren direkten Wiederaufstieg in die Verbandsliga. Der Jubel kannte keine Grenzen. Denn hatte es das Strauch-Team in den letzten Wochen mit einigen unnötigen Niederlagen spannend bis zum Schluss gemacht, war es im letzten Saisonspiel ähnlich. Eine Sieben-Tore-Führung ließen die HSG-Damen auf zwei Tore schmelzen. Die Nerven waren sowohl bei den Spielerinnen, Trainern als auch bei den 50 mitgereisten Fans zum Zerreißen gespannt.

Damenhandball, Landesliga
Soester TV – HSG Rietberg-Mastholte 24:29 (9:15)

Direkt beim Anpfiff gaben die HSG-Damen Vollgas, wollten sie sich so kurz vorm Ziel doch keinesfalls die Butter vom Brot nehmen lassen. Die Deckung stand und mit Tempo ging es nach vorn. 0:7 hieß es in der achten Minute, ehe die Soesterinnen überhaupt wussten was ihnen geschah. Die mitgereisten HSG-Fans feuerten ihre Mädels mit Pauke, Trommel und Rasseln lautstark an. Erst jetzt kamen die Gastgeberinnen langsam ins Spiel. Sie suchten insbesondere den Weg über den Kreis, welcher mit Erfolg gekrönt war.

Direkt nach der Pause kam, trotz der deutlichen Führung, plötzlich das Nervenflattern beim Strauch-Team. Im Angriff wurde überhastet abgeschlossen und in der Abwehr nicht mehr richtig zugepackt. In der 47. Minute hieß es nur noch 19:21 als HSG-Trainer Lutz Strauch die Grüne Karte zückte. Er konnte seine Spielerinnen beruhigen und noch einmal auf den richtigen Weg führen.

Nach dem Schlusspfiff nahm der Jubel kein Ende. Ein großer Ballast war sowohl von den Spielerinnen als auch vom Trainerteam gefallen. Die Sektkorken knallten. T-Shirts mit der Aufschrift #helloagain wurden ausgepackt. Staffelleiter Friedhelm Krietemeyer war extra aus Minden angereist, um der Meistermannschaft die wohlverdiente Meisterurkunde zu überreichen. HSG-Leiterin Daniela Becker übergab den glücklichen Mädels eine Flasche Sekt.

Bis in die frühen Morgenstunden hielten die Feierlichkeiten an. „Das war einfach geil und wunderschön,“ krächzte HSG-Trainer Lutz Strauch am nächsten Tag ins Telefon. Seine Stimme war bei den Feierlichkeiten verloren gegangen. Wie er es sich gewünscht hatte, verabschiedet er sich nach vier Jahren Amtszeit mit einem Aufstieg. „Einige Spielerinnen sind mir richtig ans Herz gewachsen und ich werde deren Fortkommen weiter im Auge behalten,“ geht er mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

HSG: Herrmann, Südhaus – Böckmann (2), Grusdas (6), Hollenhorst, Neubauer (1), Oesterwiemann (3), Ortmann (4), Picker (6), Ressel (6), Schwienheer, Strotkötter, Strohmeier (1), Sudahl.