Wimmelbücker hält Ball und Punkt fest

Das Spiel hatte keinen Sieger verdient und so waren beide Mannschaften am Ende auch mit der Punkteteilung zufrieden. Rund 200 Zuschauer verfolgten das Spektakel und in beiden Lagern wogen die Emotionen, welche leider teils in unsportlichen Äußerungen kundgetan wurden.

Handball, Bezirksliga
SG Neuenkirchen-Varensell – HSG Rietberg-Mastholte 22:22 (9:10)

Die Tagesform wird entscheiden – das war bereits im Vorfeld klar. Die HSG musste neben Dominik Brand und Tim Strotkötter kurzfristig auch noch auf Johannes Pöppelbaum und Dirk Rettig verzichten. Darum sprang Johannes Grusdas aus der Reserve in die Bresche und unterstützte das Gottwald-Team.

Mit einer Deckungsumstellung hatten die Gäste den Nachbarn irritiert. Während diese sich auf eine offene Abwehr eingestellt hatten, positionierte sich die HSG in einer 5:1-Formation. Dadurch kam sie besser ins Spiel und übernahm prompt die Führung. So sah sich SG-Trainer Klaus Neuwald in der 17. Minute, beim Stand von 3:6, gezwungen, ein Team-Time-Out zu beantragen. Er konnte sein Team besser einstellen, welches in der 23. Minute zum 7:7 ausglich. Eine unschöne Situation in der 27. Minute. Nachdem HSG-Torwart Jerome Bisping einen Ball pariert hatte, wurde er vom gegnerischen Andreas Heuermann am Bein festgehalten, um einen Gegenstoß zu vermeiden. Als sich Bisping losriss, traf er mit dem Fuß das Gesicht des Gegenspielers. Konsequenz: Zeitstrafe für Heuermann und Disqualifikation für Bisping. Dafür wechselte Jens Wimmelbücker zwischen die Pfosten. Die Emotionen in den Fan-Lagern kochten hoch.

Auch die zweite Halbzeit war nichts für schwache Nerven. Die Führung wechselte ständig. Beide Mannschaften demonstrierten mit ihren Körperhaltungen einen unbedingten Siegeswillen. In der 58. Minute legte Neuenkirchen-Varensell mit 22:21 vor, doch Sebastian Pyttlick von der HSG konnte 34 Sekunden vor Schluss ausgleichen. In einem letzten Team-Time-Out legten die Hausherren die Marschroute für den letzten Angriff fest. Zwar klappte deren Spielzug und der Spieler kam frei zum Wurf, doch Jens Wimmelbücker im HSG-Tor behielt die Nerven und mit dem Ball auch den einen Punkt für seine Mannschaft.

„Ich bin mit dem Punkt durchaus zufrieden. Hier haben schon ganz andere Federn gelassen,“ strahlte HSG-Trainer Lars Gottwald.

HSG: Bisping, Wimmelbücker – Bartels (6), Bexten, Descher, Fürbach, Grusdas, Herbort (2), Johanndeiter (1), Lützkendorf (3), Pyttlick (4), Schmidt (6).