Während der SV Rot-Weiß Mastholte sein 50-jähriges Jubiläum feiert, hat auch die Tischtennisabteilung Grund, zurück zu blicken. Die Abteilung besteht nämlich seit 25 Jahren. Am 28. Februar 1975 wurde sie vom damaligen Vereinsvorsitzenden Heinrich Tanger und von Antonius Driftmeier ins Leben gerufen. Durch den Einsatz der Gründer konnten einige Akteure aus den umliegenden Vereinen zurückgewonnen werden, die im früheren Mastholter Verein DJK aktiv waren. Da dieser Club 1969 seinen Spielbetrieb eingestellt hatte, wurden die Sportler in alle Richtungen verstreut. Trotz deren Reaktivierung gestaltete sich die Gründung der Tischtennisabteilung jedoch nicht so einfach. Es haperte schlicht und ergreifend an Tischtennisplatten, denn diese waren in der Anschaffung recht teuer. Doch sollte das Vorhaben daran nicht scheitern.

 

Die Gründer hörten sich in den Nachbargemeinden um und konnten dort einige gebrauchte Platten erstehen. Nach kurzer Zeit standen der Abteilung sechs Tische zur Verfügung und das Training konnte beginnen. Bereits in den ersten Wochen kamen bis zu 80 Interessierte, die am Training teilnehmen wollten. Von solch einem Zulauf hatten auch die kühnsten Optimisten nicht zu träumen gewagt. Nach einiger Zeit lichtete sich das Teilnehmerfeld und pendelte sich auf ca. 30 bis 40 Aktive ein. Für die Saison 1975/76 konnten bereits zwei Herren-, eine Damen- sowie eine Jugendmannschaft gemeldet werden. Die erste Spielserie wurde auch gleich vom Erfolg gekrönt, denn die erste Herrenmannschaft stieg sofort auf und machte auch in der zweiten Saison einen Durchmarsch. Im zweiten Jahr übernahm Werner Frenser die Leitung der Tischtennisabteilung. Zuvor hatte der Vorsitzende des Gesamtvereins, Heinrich Tanger, diesen Posten mit ausgeübt. Der weitere sportliche Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Im dritten Jahr stiegen die Herren erneut auf, auch die Damen schafften den Sprung in die Bezirksklasse.

 

Auch der Nachwuchs machte von sich reden und sicherte sich den Titel des Meisters in der zweiten Kreisklasse, was zum Aufstieg berechtigte. Bereits im vierten Jahr schaffte die Herrenmannschaft den Sprung in die 1. Kreisklasse und die Damen erkämpften sich einen guten Platz im Mittelfeld. Die Mitgliederzahl stieg immer weiter an; so wurden zur Saison 1979/80 bereits neun Mannschaften zum Spielbetrieb angemeldet. Besonders gespannt war man über das Abschneiden des ersten Herrenteams in der 1. Kreisklasse. Obwohl sie leichte Startschwierigkeiten hatten, belegten sie zum Schluss einen guten fünften Platz. Zudem konnten in diesem Jahr einige Kreismeister-titel in Einzelwettbewerben nach Mastholte geholt werden. Die Rot-Weißen waren sowohl in den Senioren- wie auch in den Jugendwettbewerben erfolgreich. Auch die Damen brauchten sich keinesfalls zu verstecken. Sie bildeten mittlerweile eines der stärksten Damenteams des Kreises Wiedenbrück. Diese waren es dann auch, die in der Serie 1980/81 von sich reden machten. Nach Abschluss der Saison belegte die erste Damenmannschaft den zweiten Platz der Bezirksklasse, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga berechtigte. Da sie hier den ersten Platz belegten, durfte über den Aufstieg gejubelt werden. Ähnlich erging es der zweiten Garnitur der Damen. Sie belegten den zweiten Platz in der ersten Kreisklasse und stiegen über die Aufstiegsrunde in die Be-zirksklasse auf. Im verflixten siebten Jahr mussten die Tischtennisleute ihren ersten Abstieg hinnehmen. Die zweite Damenmannschaft konnte sich in der Bezirksklasse nicht halten. Das achte Jahr der Tischtennisabteilung verlief ohne nennenswerte Ereignisse.

 

Nach 16 Jahren Vorsitz stellte sich Werner Frenser bei der Abteilungsversammlung nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger wurde Ulrich Thiesmann, der auch heute noch in der Tischtennisabteilung Regie führt. Kräftig unterstützt wird er dabei von seiner Ehefrau Franziska, die schon seit Jahren den Mastholter Tischtennis immer wieder positiv in die Schlagzeilen brachte und auch heute noch für Fuore sorgt.
Zu einem grandiosen Erfolg wurde die Mannschaftsfahrt der ersten Herrenmannschaft nach der Saison 1994/95. Bis dahin musste man nämlich um den Klassenerhalt bangen - erst der Anruf beim Staffelleiter brachte die Erlösung. Die herausragenden Ereignisse der Saison 1996/97 waren die Mini-Meisterschaften, die RWM auf Orts- und Bezirksebene ausrichtete. Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren konnten hier teilnehmen und machten auf Ortsebene mit 35 Teilnehmer auch regen Gebrauch davon. Ziel war es, den Tischtennissport einmal näher kennen zu lernen. Die End-runde auf Bezirksebene übertraf alle Erwartungen: Mit 65 Mädchen und Jungen sowie deren Eltern und Geschwistern war die große Sporthalle bis auf den letzten Platz besetzt.